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Experten wissen es besser

Häufig machen sogenannte „Experten“ auf sich aufmerksam, indem sie altbewährte funktionierende Abläufe und Vorgehensweisen unnötigerweise anzweifeln, verändern oder „modernisieren“ wollen. Doch meistens erweisen sich ihre hochtrabenden Ideen bei näherer Betrachtung als unausgegoren, nicht zu Ende gedacht oder als schlichter Humbug. Oft aber verbergen sich dahinter auch fragwürdige undurchsichtige Absichten die sie uns nicht erläutern. Solche Experten sind meist nichts anderes als selbsternannte Besserwisser, die ihre scheinbaren Neuerungen oft mit ideologischem Schwachsinn und angeblichem Fachwissen paaren um sich wichtigtuerisch zu profilieren, wenn sie darüber dozieren weshalb ihre Erkenntnisse für die Zukunft unbedingt richtungsweisend seien.

So kommt nun also die vermeintliche Expertin und Gewerkschaftsvorsitzende für Erziehung und Wissenschaft (GEW) „Marlis Tepe“ daher und spricht sich für die Abschaffung von Schulnoten aus.

Sie erklärt, Zensuren seien nicht objektiv und wir müssten weg von Noten, hin zu individuellen Berichten. Das würde den persönlichen Lernfortschritten gerechter werden. Sie betonte, der Verzicht auf Schulnoten sollte in allen Schultypen praktiziert werden, weil es wäre wissenschaftlich bewiesen dass Berichte besser seien. Rückendeckung für diesen Unfug erhält sie von der als liberal geltenden Präsidentin des Bayrischen Lehrerverbandes „Susanne Eisenmann“ (CDU), denn sie meint, wir bräuchten anstatt Schulnoten eine umfassendere Bewertung von Menschen.

Sie wollen also „umfassend bewertete Menschen,“ sprich den gläsernen Schüler.

Doch genau an dieser Stelle ist das Problem zu erkennen. Anstatt Schulnoten zu vergeben, Berichte oder umfassende Bewertungen über die Schüler zu schreiben, ist als äußerst bedenklich zu erachten. Gehen wir also dieser vom Feminismus getragenen Weiberwirtschaft mal auf den Grund, denn Männer scheinen hier in diesem Metier eine diskriminierte Minderheit zu sein.

Während Noten im Zeugnis völlig nüchtern und unpersönlich bei einem Bewerbungsgespräch eindeutig über die Leistungsstärke in den einzelnen Fächern des Schülers Auskunft geben, so lassen Berichte oder umfassendere Bewertungen, die nichts anderes als Persönlichkeitsprofile darstellen, den Betroffenen ziemlich „entblößt“ dastehen. Solche Berichte und Bewertungen gewähren unverhältnismäßig viel Einblick in die Persönlichkeit der Schüler und brandmarken unter Umstände die betroffene Person ein Leben lang.

Denn was auch immer von den Lehrkräften in diesen Bewertungen geschrieben wird, letztendlich verhält es sich wie bei Arbeitszeugnisse die unterschiedlich gelesen, verstanden und ausgelegt werden können, sofern man die dafür verwendeten Codes kennt. Schulnoten hingegen geben eine klare Auskunft darüber, wie es um die Fähigkeit in den einzelnen Fächern bestellt ist. Darüber hinaus geben einfache nüchterne Schulnoten nichts, vor allem nicht über die Persönlichkeit des betroffenen Schülers preis und das ist auch gut so.

Sind Zensuren nur wenig motivierend für die Schüler wie die Experten meinen?

Nach Ansicht von an Vernunft orientierten Menschen sind Noten durchaus eine Motivation ob und wie man sich im Unterricht bemüht oder auf Klassenarbeiten vorbereitet. Viele Eltern loben auch Belohnungen als Ansporn für gute Noten aus. Die Aussicht darauf, ob man am Ende eine gute oder eher schlechte Note im Zeugnis stehen hat, war bisher meistens ein ausreichender Antrieb.

Ernsthafte Bedenken aber sind dahingehend zu sehen, wenn Schüler von Angst geplagt viel mehr unter psychisch äußerst belastenden Druck geraten können, wenn sie sich Gedanken darüber machen müssen, dass der Lehrer hoffentlich nichts blödes über mich schreibt, wenn ich es verbockt habe, denn im Gegensatz dazu lässt sich eine schlechte Note besser verdauen und Nachhilfe hat im Nachgang noch niemandem geschadet.

Letztendlich erkennt man in Frau Tepes Unterfangen die bisher bewährten Schulnoten abschaffen zu wollen den Versuch ein Instrument der Gängelung, Kontrolle und Unterdrückung installieren zu wollen.

Noten sind nachvollziehbar und im Zweifelsfall prüfbar, aber Berichte und Bewertungen über Schüler zu schreiben ist als äußerst zweifelhaft, aber auch als gefährlich zu erachten, denn sie können missverständlich, hypothetisch oder auch vieldeutig sein. Kritisch denkende hinterfragende Schüler etwa, die sich überdies noch herausnehmen eine nicht Mainstream-konforme Meinung zu vertreten, oder andere unliebsame Persönlichkeiten, können von ideologisch geprägten, politisch korrekten Lehrern mittels einer willkürlichen oder gezielt benachteiligenden Berichte und Bewertungsschreiberei diskriminiert, unterdrückt, gegängelt und kontrolliert werden als auch fürs ganze zukünftige Leben bewusst und vorgeplant Steine in den Weg gelegt bekommen.

Die Damen Tepe und Eisenmann jedenfalls, hätte man in ihrer Schulzeit anstatt Noten Berichte und Bewertungen vergeben, ich fürchte sie stünden heute allenfalls hinterm Herd oder säßen hinter einer Kasse bei Aldi, aber in keinem politischen Amt. Deshalb bekommen Frau Tepe und ihre Gesinnungsgenossin Eisenmann für soviel ausgemachten inkompetenten Expertenschwachsinn hiermit eine blanke 7 ins Zeugnis geschrieben. Gott mit uns.

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