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Über Vaterlandsliebe


(Ein Beitrag aus KRISENFREI von Jürgen) Noch vor hundert Jahren zum offiziellen Sprachgebrauch gehörend, aber auch gleichermaßen mißbraucht! Für das „Vaterland“ zog man in den Krieg! Wie viele junger Leben kostete diese „Liebe“? Dennoch! Während jene, die diesen Schlachtruf propagierten, in der Regel, nur ihre eigenen Interessen sahen; die, die daran glaubten, folgten diesem Ruf unerschütterlich und mit Freuden! Was ist also dran, an dieser Liebe zum Vaterland? Am Patriotismus? Was verbirgt sich dahinter? Für was steht sie? Nicht zuletzt, vielleicht auch heute noch?

Der Mensch liebt gerne und ausgiebig!

Seine Frau, seine Kinder, seinen Nächsten und auch seine Besitztümer. Aber sein Vaterland? Das ist nichts Greifbares! Nichts, was man in den Arm nehmen oder polieren könnte!

Vaterland hat, wie Heimat, Nation oder Tradition, etwas Identität stiftendes, etwas das verbindet, Vertrauen und Geborgenheit vermittelt.

Über die Familie hinaus, regionale Nachbarn einbeziehend, inklusive aller, die gleiche Sprache Sprechenden oder dem gleichen Glauben Anhängenden. Insgesamt betrachtet, schließt es alle ein, die, unabhängig von Ländergrenzen, der gleichen Kulturgemeinschaft angehören, also wesensgleich sind!

Damit sei auch deutlich ausgedrückt, was nicht dazu gehört!

Im letzten Jahrtausend waren diese Welten deutlich abgegrenzter gegenüber anders gestalteten, zumal bei sprachlichen oder religiösen Unterschieden. Das waren quasi unüberwindbare Barrieren, die auch mit Hingabe verteidigt wurden! Die Welt war überschaubar und klar gegliedert!

Und heute?

Einmal mehr, scheint die Liebe zum Vaterland verknüpft zu sein, mit dem Begriff der Schicksalsgemeinschaft! Ich bin mir sehr wohl bewußt, daß uns, nach diesen „Zwölf Jahren“, in dieser Hinsicht, „der Stecker gezogen wurde“! Aber, einmal mehr, stehen wir Deutschen vor einem Abgrund. Der zeigt sich zwar in ganz anderer Gestalt. Ist aber zerstörerischer wie jeder Krieg!

Oh lieb´ Vaterland! Viel besungenes! Was ist von dir geblieben?

Tugenden wurden ersetzt durch „westliche Werte“, Sittlichkeit durch Pornographie, Rechtsempfinden durch römisches Recht, Anstand, durch das Trachten nach dem größtmöglichen persönlichen Vorteil! Es scheint nichts mehr da zu sein, was „einig´ Vaterland“ einst bedeutete?

Ist es wirklich so? Ich meine, Nein!

 Immer mehr patriotisch Denkende, im Deutschen Sprachraum, schließen sich zusammen, organisieren sich. Ob Identitäre, „Reichsbürger“, „verfassungsgebende Versammlungen“, Pegida oder eine AfD. Ob zielführend oder nicht, eint sie immerhin ein gemeinsames Ziel. Die Zustände hier verändern zu wollen!

Auch in diversen Foren stellt man sich die Frage, Deutschland, wo stehst du? Wo willst du hin?

Was so langsam aus dem Schlummer erwacht (es kann auch in keinem Volk auf Dauer unterdrückt werden), ist eine Rückbesinnung auf das, was uns einst ausmachte! Es ist eine Sehnsucht, nicht nach längst vergangenen Zeiten, beileibe nicht, sondern nach Gerechtigkeit, Klarheit und Wahrheit!

Oder anders ausgedrückt, das Streben, nach „Einigkeit und Recht und Freiheit“!

Das kann und sollte unsere Vaterlandsliebe, heutzutage, sein! Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

In diesem Sinne! Jürgen

Der Gedanke Vaterland sollte uns einengen und dem höheren
Weltbürgertum entziehen? Aber engt mich meine Haut ein oder
mein Haus oder mein Dorf und hindert mich am Entfalten
meines Deutschtums?
So wird wohl auch dieses mich nicht hindern können, der beste Bürger der Welt zu sein.“

Emil Gött (1864 – 1908), deutscher Dramatiker

Bei der Gelegenheit möchte ich Euch nochmals folgendes Video ans Herz legen:
Dr. Eduard Koch, Verlust der Väterlichkeit

*******

 

Quelle und Kommentare: KRISENFREI

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