Feuilleton · Heimatfront · Protest

Getrübte Tage


Ein aktueller lesenswerter Beitrag bei Tichys Einblick bezeichnet vollkommen trefflich die augenblickliche Situation und die Verfassung der schon länger hier lebenden: „Es brodelt“ – auch in mir. Sicher teilt sich nicht jeder persönlich in seinem sozialen Umfeld darüber mit, wie sich die derzeit angespannte Lage im eigenen Leben negativ auswirkt, weil oh Schreck, man könnte plötzlich als Nazi dastehen. Anderseits, wer spricht schon gerne darüber Angst zu haben.

Doch die Kommentarspalten sprechen Bände und zeigen das Bedürfnis zahlreicher Menschen, das sie in dieser bedrängenden Lage mit ihren Empfindungen nicht allein sein wollen. Vielfach sind es Frauen, die über ihre täglichen Einschränkungen berichten, wie sie sich im öffentlichen Raum wie gehetzte Tiere, von permanenter Anspannung erfüllt bewegen müssen. Doch auch Männer sind betroffen. Während ich das hier schreibe, es ist mitten in der Nacht, trieb es mich gerade runter, um zu überprüfen ob die Haustür zu ist. Ich mache das mittlerweile zwei bis drei mal nächtlich, sonst finde ich keinen Schlaf.

Mit gemischten Gefühlen blicke ich auf meine 50 Jahre Leben zurück und stelle bestürzt fest, das vieles was vor wenigen Jahren noch als normal erschien, heute nicht mehr möglich ist. Auch hat sich das gesellschaftliche Klima im gesamten unvorteilhaft gewandelt. Das schreibe ich den gesellschaftspolitischen Gängelungen zu, die seit nach der Wende in Form einer antideutschen, sozialistisch angehauchten Politik, begonnen haben. Das ist alles eine einzige Verrücktmache.

Wenn ich zurück denke, was ich vor 30 Jahren so alles angestellt habe, mich häufig Nächte lang im Stuttgarter Bahnhof (Bali Bar) oder in der Altstadt herumtrieb, oder Tage lang im Park mit irgendwelchen Freaks bei billigem Rotwein abhing, so schreibe ich das der Dekadenz meiner Jugend zu, die ich mittlerweile längst überwunden habe. Auch war ich damals umständehalber eine Zeit lang als Obdachloser unterwegs und musste im freien übernachten. Angst hatte ich keine.

Doch  heute wäre dieser Zustand für mich undenkbar und es ist es mir nicht einmal mehr möglich spontan zu entscheiden mal abends auf die Piste zu gehen, weil es mir nicht behagt mit der S-Bahn zu fahren, geschweige denn zur späten Stunde durch den Bahnhof, die Innenstadt, oder den Park gehen zu müssen, obwohl mir diese Orte damals zu jeder Zeit vertraut waren. Alles wirkt kalt und schmutzig.

Es ist schon tagsüber unangenehm genug, wenn ich aus meiner Stadt heraus mal nach Stuttgart fahre, um Besorgungen zu tätigen. Es macht einfach keinen Spaß mehr. Da gibt es im und rund um den Bahnhof wie in der Innenstadt viele Plätze und Orte, wo man regelrecht Spalier läuft. Man spürt förmlich die Blicke mit denen man abgescannt wird, ob man eventuell als Opfer in betracht kommt. Ich schau mich immer wieder unauffällig um, oder bleibe auch mal an einer Ecke stehen, um zu sondieren, ob mir nicht heimlich jemand nachsteigt.

Sollte ich auf meinem Weg von weitem schon sehen, das im sichtbaren Umfeld Männergruppen oder andere zwielichtige Gestalten rumhängen, umgehe ich diese Areale. Sollte mich ein offensichtlicher Invasor ansprechen, gehe ich einfach ohne ihn zu beachten weiter und schüttel  allenfalls ihm fest in die Augen blickend den Kopf, sollte er nicht weichen, während meine Hand in der Jackentasche das TIERabwehrspray bereit hält.

Da ich zumeist kein Überwachungsgerät Handy bei mir trage, lohnt es sich ohnehin nicht, falls mich jemand ausrauben will. Bankkarten, Krankenkarte oder sonstige Ausweise habe ich außer einer Kopie vom Perso keine dabei und Geldscheine nebst Schlüssel verstaue ich in einem selbst dafür eingearbeiteten verborgenen Fach im Innenfutter meiner Jacke. So findet ein Räuber allenfalls nur etwas Kleingeld in meinem Geldbeutel. Ansonsten habe ich außer meinen Kippen, Einwegfeuerzeug und dem TIERabwehrspray nichts dabei.

Ja, es ist schon eine seltsame Atmosphäre. Da sehe ich viele mit betretenen Mienen die sich krampfhaft bemühen die aufrechterhaltung eines normalen Alltags vorzugeben. Es gibt aber auch Momente wo ich mich frage, ob man sich da nicht in eine Hysterie hineinsteigert und alles gar nicht so schlimm ist wie man es im Augenblick empfindet?

Doch die nächste Lesestunde belehrt mich stets eines besseren, wenn ich die aktuellsten Islamisierungs-News, Bereicherungs-News oder politische News wahrnehme. Dann fühle ich mich unendlich ausgeliefert, betrogen und unsäglich hilflos, der Ohnmacht nahe. Wenn ich dann noch an irgendwelche Regenbogenschirm Gutmenschen denke – brodelt es gewaltig in mir. Mittlerweile ziehe  ich das gesamte politische Geschehen in Zweifel.

Dieser Avramopoulos meinte ja erst kürzlich, dass sie die Migration weder stoppen wollten, noch könnten. Nur weshalb? Wenn sie es nicht wollen, was als sehr verwerflich zu betrachten ist, kann ich es dennoch irgendwie gelten lassen, aber wenn sie sagen es nicht zu können, dann ist das überhaupt nicht zu akzeptieren, weil ob man nun will oder nicht, können kann man immer, vor allem dann wenn man wenigstens ansatzweise wollte.

Das würde aber bedeuten, legitime Verteidigungs-und Abwehrmaßnahmen treffen zu müssen, um die Invasoren davon zu überzeugen, besser zuhause zu bleiben, so wie es unsere Vorfahren auch getan haben und genau das ist es was sie nicht wollen. Sie scheuen den Kampf der Verteidigung, weil es nicht ihrem Humanismus entspricht. Dafür liefern sie uns lieber an den Islam aus.

Dazu muss ich aber eines auch einmal gesagt haben:

Ohne diese Krise wäre ich vermutlich kein Blogger geworden, obwohl ich den Gedanken immer wieder hatte. Doch nachdem ich aufgrund meiner Kommentare bei Krisenfrei Aufmerksamkeit erregte, der Blogbetreiber mich in seinen Blog einlud und mir einräumte in eigener Regie zu veröffentlichen, so belebte das gut ein Jahr später den Gedanken an einen eigenen Blog nochmals neu, weil ich zwischenzeitlich nicht mehr gänzlich unbekannt den Wunsch hatte, auch eigene Ideen verwirklichen zu wollen. Es ist wohl eine menschliche Eigenschaft, das man etwas eigenes haben möchte.

Dazu muss auch erwähnt sein, vor gut 5 Jahren hatte ich von all den Dingen über die ich schreibe nicht die geringste Ahnung, weil damals war ich ein sprichwörtlicher Mainstream-Mensch. Alternative Fakten und Nachrichten waren mir völlig unbekannt. Vielmehr war es so, dass ich mich damals sogar von einem sehr guten, langjährigen Freund distanzierte, weil mir die Ansichten die er in unseren Diskussionen äußerte, abstrus und abstrakt vorkamen. Dann sagte ich immer, er solle nicht soviel auf seine Verschwörungstheoretiker hören, weil die wüssten schon wie sie etwas schlüssig darstellen, das er es glaubt und  sie ihm nur Angst machen wollten.

Doch er hielt daran fest und ich distanzierte mich, weil es meine Nerven strapazierte. Aber es dauerte nicht lange, dann hatte ich mir gedacht, der Sache trotzdem mal auf den Grund zu gehen und beschloss, mir einmal anzusehen was die Verschwörungstheoretiker denn so zu sagen haben. Das allerdings war der Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Eigentlich begann ich zuerst nur mit dem Suchbegriff „Verschwörungstheorien“ und so fing ich an mich gezielt einzuarbeiten und was ich in der Folgezeit las, ließ mein bisheriges Weltbild wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Die Ironie daran ist, hatte ich mich damals von meinem langjährigen, einst besten Freund distanziert, so erfuhr ich im Verlauf der Zeit genau das Selbe, weil ich jetzt auch so ein Spinner bin, von dem einige nichts mehr wissen wollen. Tja, so kann´s halt kommen. Heute kenne ich vermutlich weitgehend sämtliche einschlägige Webseiten und habe auch soweit gelernt, Verschwörungstheorien von tatsächlichen Zusammenhängen zu unterscheiden, denn man muss da schon sehr kritisch sein.

Ein Mainstream-Mensch kann nichts über die Zusammenhänge im politischen Geschehen oder dieser angeblichen „Flüchtlingskrise“ wissen. 

Wenn ich von einem „Deutschen“ Deutschland spreche, dann meine ich damit nicht zwangsläufig ein Deutschland das komplett nur aus Bio-Deutschen bestünde. Vielmehr möchte ich ein Land bezeichnen, das für seine „Werte“ einsteht und somit Menschen nach hierher kommen dürfen, die diese Werte schätzen und anerkennen, weil sie die einmaligen Möglichkeiten nützen wollen, um aus sich und ihrem Leben etwas zu machen. Nur leider werden derzeit überwiegend nur „geschenkte Menschen“ hereingeholt, die unsere freiheitlichen Werte in keiner Weise vertreten, sondern sie eher verachten, ablehnen und gegen die ihren ersetzen wollen, was von einer Politik des Verrats tatkräftig unterstützt wird.

Da besteht also noch Hoffnung so manchen zu erreichen und in letzter Zeit haben ja scheinbar einige, jetzt wo es langsam eng wird, ihr aha-Erlebnis. Es werden wohl immer mehr „Populisten“ in Deutschland und wer weiß wie viele bereits aufgewacht sind, die sich bisher nur nichts anmerken lassen, bis der richtige Zeitpunkt kommt. Sollte ich mich aber täuschen, dann haben diese Köter eben ihre Wahl getroffen. Da wird auch ein Gewinsel und Gejaule nichts mehr nützen wenn sie eines Tages begreifen was mit ihnen geschieht, weil bis dahin ist ihre Daseinsberechtigung endgültig verwirkt. Gott mit uns.

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Informationen zum verwendeten Beitragsbild von Kitty Pryde:

http://cmro.travis-starnes.com/character_details.php?character=1113

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