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Die Scharia zerstört alles


Einst hieß es, wo der Deutsche Soldat steht – kommt kein anderer hin. Aber heute könnte man sagen, wo die Scharia Einzug hält, gibt es bald nichts anderes mehr. In einem Zeitraum zwischen den 1920ger Jahren bis Anfang der 1980ger Jahre, gab es selbst in Ländern wie etwa dem Iran, Irak, Ägypten oder Afghanistan, einzigartige säkulare Kulturen und Subkulturen, die bis heute nahezu vollständig ausgelöscht wurden, seit sie ab Ende der 1970ger Jahre durch den expandierenden Islam zurückgedrängt und unterworfen wurden. Obwohl diese Gesellschaften den Europäern bisher vielfach unbekannt blieben, war die damalige Lebensart vieler Menschen von einem ähnlichen freiheitlichen wie unbeschwerten Lebensstil geprägt. Doch seit der konservative Islam Einzug hielt, wurde alles anders.

Einige Menschen sind damals aus diesen vernichtenden Verhältnissen vor dem Islam nach Europa und Deutschland geflohen, um sich in einer neuen Heimat eine sichere Zukunft zu erschließen. Sie stellen heute ein beachtenswertes Kontingent der gut integrierten Einwanderer, die sich erfolgreich eine Existenz aufgebaut haben und mit ihrer Arbeit produktiv zum Wohlergehen der europäischen Gesellschaften beigetragen haben.

Doch viele von ihnen sind frustriert und besorgt, weil die derzeitige europäische Politik vorzugsweise Scharia-Muslime hofiert, die somit erneut nicht nur für sie, sondern für alle zu einer existenziellen Bedrohung heranwachsen. Da sie nun den Islam mit Sicherheit besser kennen als es ein EU-oder BRD Politiker jemals könnte, sollten sie ihre Warnungen nicht ignorieren und die Politik dementsprechend ändern.

Afghanistan etwa, aus dem heute millionenfach Muslime nach Europa strömen, war in der späteren Antike und im frühen Mittelalter ein vollkommen buddhistisches Land, bis die Araber kamen und den Islam durchsetzten. Mit der Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan durch die Taliban im März 2001, wurden mitunter die letzten Zeugen einer damaligen Hochkultur endgültig ausradiert.

Sie waren einst die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt.

Auch in der Türkei war eine säkulare bürgerliche Zivilgesellschaft sehr weit verbreitet. Säkular orientiertes Leben existierte zudem auch außerhalb der drei bekannten Großstädte Istanbul, Ankara oder Izmir, wo es heute nur noch in Teilen stattfindet. Bis Ende der 1960ger Jahre wurde in der Türkei sehr viel Wert auf Eleganz gelegt. Die Menschen in diesen Jahren waren oft besser als Deutsche, Österreicher oder Schweizer gekleidet.

Das wurde nicht nur von einer reichen Elite, sondern von ganz gewöhnlichen Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft gelebt. Neben ihnen gab es natürlich auch viele arme Menschen und große soziale Ungleichheiten. Trotzdem lebte man unbeschwert vor allem weil vor etwa fünfzig Jahren der türkische Islamismus praktisch keine Bedeutung hatte.

Nur das änderte sich, nachdem Anfang der 1970ger Jahre die islamistisch orientierte Milli Görüş Bewegung gegründet wurde, die sich seit dem vor allem in der Bundesrepublik entfaltete und einflussreich wurde. Die Innenministerien von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sehen in der Bewegung neben antisemitischen Charakterzügen zusätzlich eine deutliche Gegnerschaft zur demokratischen Grundordnung.

Bis gegen Ende der 1970ger Jahre war der Hijab in der Form wie er sich heute in Europa etabliert in der Türkei nicht bekannt. Allenfalls waren traditionelle Kopftücher bei Bauernfrauen weit verbreitet, doch das alles bedeckende Kopftuch in Kombination mit einem langen Mantel im Stil der Muslimbruderschaft, gab es bis dahin kaum in der Türkei.

Anfang der 1980ger Jahre konnte man in Europa mehr Hijabträgerinnen als in der Türkei beobachten, wie einige Migranten aus dieser Zeit zu berichten wissen.

Eine türkische Migrantin die bereits 1972 nach Deutschland einwanderte erinnert sich verwundert, das sie danach gefragt wurde, weshalb ihre Mutter kein islamisches Kopftuch und Mantel trage, nachdem sie ihren Landsleuten Fotos aus der Heimat zeigte.

Ihre Landsleute in der Türkei wiederum wollten nicht glauben, wie „betucht“ ihre Landsleute in Deutschland gekleidet waren, woraufhin sie Beweisfotos machen musste, um diese im Urlaub den Freunden und Verwandten in der Heimat zu zeigen.

Das bestätigt wohl das Muslime außerhalb ihrer Kulturkreise anderen Maßstäben folgen, als in ihrer Heimat und vor allem offenbart sich, das die Islamisierung in Europa ein schon länger schwelender, stetig voranschreitender Prozess war, der erst jetzt in Folge seiner Manifestierung, bewusst wahrgenommen wird.

Doch auch im Iran fand der Säkularismus ab Anfang der 1980ger Jahre im Zuge der islamischen Revolution sein weitgehendes Ende, obwohl er bis dahin, wenn auch anders wie in der damaligen Türkei, durch eine bürgerliche Zivilgesellschaft vertreten war, während in Afghanistan eher eine urbane Elite ein säkulares Leben führte, wobei der Säkularismus sich nicht nur auf die beiden Hauptstädte konzentriert haben soll.

Nur was ist aus den säkular orientiert lebenden Menschen geworden, nachdem sich der konservative Islam in den letzten Jahrzehnten immer mehr in diese Länder hineinfraß? Sie sind im heutigen Stadtbild nicht mehr vertreten. Viele sind  ausgewandert und leben heute bestens integriert in Europa, andere wiederum haben sich vermutlich dem Mainstream unterworfen, oder existieren unter Umstände die es ihnen verunmöglichen, sich erkennbar zu machen.

Der Islam kommt, Menschen gehen, beziehungsweise fliehen – Ein für Deutschland vorgezeichnetes Szenario.

Auch im Iran oder Afghanistan war dies der Fall. Viele säkulare Menschen sind im Zuge der negativen Entwicklungen aus dem Iran oder Afghanistan vor dem Islam geflohen und ausgewandert, andere sind geblieben und mussten sich unterwerfen anpassen. In der Türkei hingegen ist ein wesentlicher Teil der Bevölkerung nach wie vor säkular geblieben und versucht dementsprechend, wenn auch unter zunehmend erschwerten Umständen weiterzuleben. Jedenfalls sind die Säkularen dort noch im Stadtbild präsent, während die Zahl der Scharia-Muslime stetig wächst und zunimmt.

Interessant daran bleibt die Tatsache, das in Deutschland ansässige Türken scheinbar weniger säkular ausgerichtet, betont konservativer leben, als in der Heimat üblich.

Impressionen einer säkularen Gesellschaft in der Türkei, in Zeiten des aufsteigenden Kemalismus

Doch was in der gegenwärtigen Türkei zu beobachten ist, entspricht dem Wesen eines totalitären Staates.

Die Erdogan-Republik hat von Atatürks Erbe kaum etwas übrig gelassen. Die Merkmale eines totalitären Staates, die man aus unzähligen Beispielen kennt, sind weitgehend erfüllt. Es handelt sich hierbei aber nicht nur um die intensive Hinwendung zur Religiosität, sondern vielmehr ist aus politischer Sicht ein ausgeprägter Nationalislamismus erkennbar, der immense autoritäre Züge aufweist.

Erdogans AKP hat ihre Wurzeln in der Milli Görüş Bewegung, welche die Ideologie der Muslimbruderschaft mit türkischem Nationalismus verknüpft. Eine gefährliche Mischung, die eine sozialistisch kommunistische EU, nebst dem gleichsam linkspolitischen BRD-Regime nicht davon abhält, mit den Türken „zweifelhafte Deals“ abzuschließen.

Dieser religiös orientierten Politik entsprechend ist das islamische Kopftuch Ausdruck einer gesellschaftspolitisch motivierten Gewährleistung, die einer in der Scharia verankerten, strengen Sexualmoral folgt, die den Körper einer Frau als Bedrohung identifiziert und deshalb die resolute soziale Trennung von Männern und Frauen fordert.

Kopftuch, Niqab, Tschador oder Burka sind demnach als unterschiedlich starke Durchsetzungsinstrumente dieser Sexualmoral zu verorten, der Frauen wie Männer untergeordnet sind. Gemäß den Richtlinien der Scharia, symbolisiert das Kopftuch den politischen Islam, der die religiösen Grundsätze als Gesellschaftsmodell verwirklicht sehen will.

Doch diese Gefahr wird von den meisten Europäern verkannt, weil sie die soziale Bedeutung, die Zusammenhänge und die Tragweite die das Kopftuch oder andere Formen der Verschleierung symbolisieren, nicht kennen, weil es mehr als nur Teil einer althergebrachten kulturellen Tradition darstellt.

Es ist wohl zutreffend, dass es in den muslimisch geprägten Gebieten dieser Welt auch vor dem säkularen Zeitalter Verschleierungen gab, nur mit dem Unterschied dass sie keine politische Bedeutung hatten. Wenn die Rede von einer Zwangskultur ist, lässt sich ein von religiösen Vorgaben erzeugter Zwang einer totalitären Ideologie erkennen, die in der Kleidung ihrer Anhänger das sichtbare Bekenntnis zu diesem ideologisch begründeten Gesellschaftsentwurf verstetigt.

Die ernsthafte Frage die uns deshalb heute beschäftigen muss, wie lange sich die zunehmende Entfaltung der voranschreitenden Islamisierung in Europa und besonders in Deutschland noch bändigen lässt, bevor sie die säkularen, freiheitlichen Werte aggressiv angreift und zu ersetzen versucht, bleibt an dieser Stelle offen. Gott mit uns.

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Informationen zum verwendeten Beitragsbild von „Soufeina Hamed“

https://www.zdf.de/kultur/forum-am-freitag/comics-von-soufeina-hamed-100.html

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