Hintergrundwissen · Mythos Merkel · Politik

Beinahe vom Leben „befreit“


(Fortsetzungsreihe: Wem dient Merkel wirklich, Kapitel 2 – Beinahe vom Leben „befreit“) Horst Kasner hatte, wie gesagt, seine nachmalige Ehefrau, Angela Merkels Mutter, in Hamburg kennen gelernt.

Geboren worden war Herlind Jentzsch am 8. Juli 1928 in Elbing. Langguth übrigens vermutet fälschlich Danzig; Nicole Schley liegt mit „gebürtige Hamburgerin“ noch falscher; Patricia Leßnerkraus schreibt, weit danebengreifend, von „westdeutscher Abstammung“, Prof. Wolfgang Stock, auch nicht treffsicherer, von „Angela Merkels westdeutscher Mutter“, während die anderen Merkel-Biographen sich zu dieser Herkunftsfrage ausschweigen.

Im Alter von 8 Jahren, 1936, kam Herlind Jentzsch mit ihrer Familie aus der westpreußischen Heimat nach Hamburg. Möglicherweise hing es mit einer Versetzung ihrer Mutter, also Angela Merkels Oma, die Lehrerin war, zusammen.

Obwohl es in der berühmten Direktive JCS 1067* der vereinigten Stabschefs der US-Army von 1945 unzweideutig hieß: „Deutschland wird nicht zum Zwecke seiner Befreiung besetzt, sondern als besiegter Feindstaat“, pflegt Angela Merkel die Alliierten gerne als „Befreier“ der Deutschen zu bezeichnen.

Beispielsweise leitete sie ihre Rede auf der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik, 12. Februar 2005 (der Vorabend des 60. Jahrestages der westalliierten Vernichtung von Dresden, was die CDU-Chefin in ihrer Ansprache gänzlich unerwähnt ließ), mit dem Satz ein: „Am 8. Mai gedenken wir des 60. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges und der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus.“

Und zur Bekräftigung ihrer Solidarität mit Bush, dem Irak-Kriegsherrn, betonte Merkel am 5. Februar 2003 in tacheles, dem Live -Chat der Tagesschau, dass ja auch Deutschland 1945 „ohne militärisches Eingreifen der Alliierten nicht befreit“ worden wäre. Weiter lobte sie in einem Interview mit der Zeit, 6. Mai 2004, das Ansinnen der USA, „die Demokratie, die sie den Deutschen nach dem 2. Weltkrieg gebracht haben, auch in den Irak zu bringen“.

Nun fügt es sich so, dass Angela Merkels eigene Mutter und auch die weiteren in Hamburg lebenden Familienangehörigen in der Tat beinahe durch die Westalliierten, genauer gesagt durch deren Luftwaffen Royal Ai r Force und US American Air Force, „befreit“ worden wären —und zwar vom Leben:

Mit der „Operation Gomorrha“ erreichten die völkerrechtswidrigen Bombenangriffe von RAF und USAAF auf Zivilisten Ende Juli 1943 in der Hansestadt ihren schaurigen Höhepunkt. Es waren überhaupt die bis dahin schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges. Das alliierte Codewort bezog sich auf alttestamentarische Überlieferung:

Vernichtung der Bevölkerung von Sodom und Gomorrha, auch der Kinder, wegen moralischer Verkommenheit in den Städten — sozusagen per Luftangriff, mit Feuer und Schwefel von oben. Im Hamburger Feuersturm-Inferno, Ende Juli 1943, kamen auch Tausende Kinder um. Die meisten Opfer erstickten infolge des lnjektoreffektes, der monströsen Kaminwirkung des Höllenfeuers aus Menschenhand, oder wurden in den Kellern durch einströmende Rauchschwaden vergast. Die Gesamtzahl der Toten in der Hansestadt in den Tagen der „Operation Gomorrha“ belief sich auf über 50.000.

Auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf sind die Bombenopfer in einem gewaltigen Massengrab bestattet worden. Ein Denkmal von Gerhard Marcks ruft ihr Leid in Erinnerung, den Lebenden zur Mahnung.

Dreimal wurde die Familie von Angela Merkels Mutter in Hamburg ausgebombt. Nur knapp kamen die Jentzschs — unter Verlust sämtlichen Hab und Gutes — mit dem Leben davon. Das Mädchen Herlind wurde schließlich aus Hamburg in Sicherheit gebracht. Sie erlebte das Kriegsende in einem an der Elbe gelegenen Dorf des heutigen Sachsen -Anhalt.

Bei der staatlich organisierten, hauptsächlich von der Hitlerjugend verantworteten Kinderlandverschickung (Verbringung aus den bombenbedrohten Städten aufs Land), im Rahmen derer mehrere Millionen Kinder und Jugendliche betreut wurden, handelte es sich um die größte humanitäre Rettungsaktion des 2. Weltkrieges — neben der Evakuierung von Millionen Flüchtlingen über die Ostsee ab Ende 1944 durch die deutsche Marine unter Führung des Großadmirals und letzten Reichspräsidenten Karl Dönitz.

*Die Direktive JCS 1067 an den Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen der VSA in Rest-Deutschland legte bereits im April 1945 die Grundzüge der VS-amerikanischen Besatzungspolitik nach der endgültigen Zerstörung Deutschlands fest. Ihre Bestimmungen in Anlehnung an den Morgenthau-Plan blieben zwar nur offiziell bis Mitte 1947 gültig, wurden jedoch nie aufgehoben, sondern durch den Kalten Krieg nur formal abgeschwächt. Demnach ist das Deutsche Reich als Feindstaat zu behandeln, der dauerhaft daran gehindert werden muß, jemals wieder souverän und unabhängig zu werden. Konkret beinhaltete die Direktive die geplanten Schritte zur endgültigen wirtschaftlichen und politischen Zerstörung Deutschlands, die nach dem Ende des Kalten Krieges 1990 mit subtileren Mitteln fortgeführt werden.

Die Direktive JCS 1067 besagte unter anderem, daß die Militärgouverneure keine Schritte unternehmen durften, die

a) zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands führen könnten oder
b) geeignet sind, die deutsche Wirtschaft zu erhalten oder zu stärken.

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Kapitel 3 „Wurzeln in Westpreußen“ erscheint am Dienstag den 17.07.18

Vorangegangene Folgen: Vorwort, Kapitel 1

 

Während SoundOffice noch ein paar Tage Sommerpause benötigt, um sich zu erholen und liegengebliebene Arbeiten nachzuholen, gibt es zum Übergang eine tägliche Folge aus dem Buch „Wem dient Merkel wirklich?“ von David Korn.

Hinweis: Der Originaltext wurde vom Stammkommentator „Stahlfront“ aus einem PDF-Dokument formatiert und modifiziert, indem Zahlen in Arabisch und nicht in Worte geschrieben wurden. Eingefügte Erklärungen sind mit Sternchen gekennzeichnet.

Informationen zum Buch: Wem dient Merkel wirklich? – von David Korn. ISBN 3-924309-76-0 by FZ-Verlag GmbH, 81238 München.

2 Kommentare zu „Beinahe vom Leben „befreit“

  1. Das Frau Merkel als Vasall die Terminologie des Imperiums verwendet ist eigentlich völlig normal, nur daß viele im Volk dies nicht erkennen, belegt die Effizienz der sogenannten Reeducation, oder anders ausgedrückt, die Feinde des Germanentums haben wahrlich ganz Arbeit geleistet.
    .
    .
    Für die Jüngeren unter den Lesern sei nochmal folgender Ausspruch von Sefton Delmer angeführt:

    „Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen […]. Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Re-Education) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.“

    — Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm

    Herr Delmer hätte mit Sicherheit seine helle Freude an Frau Merkel.

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