Hintergrundwissen · Mythos Merkel · Politik

„Wurzeln in Westpreußen“


(Fortsetzungsreihe: Wem dient Merkel wirklich, Kapitel 3 – „Wurzeln in Westpreußen“) Wurzeln in Westpreußen: Angela Merkels aus Elbing in Westpreußen stammende Großmutter Gertrud Jentzsch geb. Drange, die mit ihrer Tochter Herlind seit 1936 in Hamburg lebte, war, wie bereits erwähnt, Pädagogin. Vor ihrem Umzug in die norddeutsche Elbmetropole hatte sie an der Elbinger Königin-Luise-Schule ihren Dienst als Lehrerin verrichtet.

Bei ihrem Vater, Emil Richard Drange (18. März 1866 —8. April 1913), Angela Merkels Urgroßvater, handelte es sich um einen aus Ostpreußen nach Elbing zugewanderten Müllermeistersohn. Er führte Emma Wachs (25. Oktober 1871 — 1. August 1935) heim, Frau Merkels Uroma. Emil Drange brachte es zum Oberstadtsekretär im Magistrat und stellvertretenden Bürgermeister Elbings.

Die Familie lebte in der Tannenbergallee. Das Grabmal der Dranges auf dem alten Friedhof der Stadt ist erhalten geblieben. Die Inschrift erwähnt auch die hohe Funktion von Angela Merkels Urgroßvater im Gemeindewesen.

Weitere Vorfahren Merkels stammten aus Niederschlesien

Elbing liegt östlich von Danzig, südlich des Frischen Haffs am Elbingfluss. Hier an der uralten Bernsteinstraße kam es vor rund 1200 Jahren zur Gründung der Handelssiedlung Truso, die von den baltischen Pruzzen (Prußen) und den germanischen Wikingern genutzt wurde. Die Stadt Elbing selbst wurde 1237 von Hermann Balk, dem berühmten ersten Landmeister des Deutschen Ordens, gegründet; die Bürger stammten zunächst meist aus Lübeck.

1358 gehörte die Stadt zu den Gründern der Deutschen Hanse. Infolge Niedergangs der Ordensmacht stand Elbing ab 1466 unter polnischer Herrschaft; die Bevölkerung konnte jedoch ihren reindeutschen Charakter bewahren. Unter Friedrich dem Großen kam Elbing 1772 an den Staat Preußen.

Es nahm im 19. Jahrhundert, insbesondere nach Gründung des Bismarckreiches, großen wirtschaftlichen Aufschwung. Dort gab es eine Werft von Weltruf, ein bedeutendes Lokomotivwerk, die größte Zigarrenfabrik Festlandeuropas. Nach dem 1. Weltkrieg blieb die Stadt im Gegensatz zu völkerrechtswidrig abgetrennten anderen westpreußischen Gemeinden beim Deutschen Reich. Es lebten so gut wie keine Polen in Elbing. In der unweit gelegenen Stadt Marienburg votierten am 11. Juli 1920 bei der Volksabstimmung 17805 der Wahlberechtigten für Deutschland und ganze 191 für Polen.

Die Abstimmung in westpreußischen ländlichen Kreisen der Umgebung erbrachte am selben Tag um die 90 % für Deutschland.

Wobei man bedenken muss, dass das eindeutige Ergebnis trotz des Elends des Deutschen Reiches nach der Niederlage im 1. Weltkrieg und dem niederschmetternden Versailler Vertrag errungen wurde, während Polen sich kräftiger Unterstützung der Siegermächte erfreute und international als aufstrebende neue Macht „gehandelt“ wurde.

Zu Kriegsbeginn 1939 hatte Elbing knapp 100.000 Einwohner. Vom 23. Januar 1945 bis zum 10. Februar 1945 verteidigten Wehrmacht und Volkssturm die Stadt gegen die mit gewaltiger Übermacht angreifende Rote Armee, wodurch vier Fünftel der bis dahin verbliebenen Elbinger und der hinzugeströmten Flüchtlinge westwärts entkommen konnten. Die anderen Deutschen in der Stadt wurden bis auf wenige Ausnahmen Verbrechensopfer von Exzesstätern aus den Reihen der Roten Armee bzw. polnischen Vertreibungsterrors.

Nach Ende des 2. Weltkrieges kam das von Deutschen „ethnisch gesäuberte“ Elbing unter Warschaus Herrschaft. Die Polen nennen es Elblag. Seit Anfang der 1990er-Jahre darf sich dort wieder in Ansätzen deutsches Leben regen („Gesellschaft der deutschen Minderheit Stadt und Landkreis Elbing“).

Unter den Elbinger Opfern der stalinistischen Mord- und Schändungskommandos befanden sich 1945 vermutlich auch Verwandte Angela Merkels.

Nichtsdestotrotz zählt sie — obwohl als führende Politikerin der Bundesrepublik lange schon nicht mehr dem Diktat der entsprechenden SED-Propaganda unterworfen — die Sowjetunion ausdrücklich zu den „Befreiern Deutschlands „. Es scheint Frau Merkel nicht zu irritieren, wes Inhalts die Tagesbefehle der Führung an Stalins Truppen waren, als sie die Grenzen Deutschlands erreichten. „Es ist zwecklos, von den Soldaten der Roten Armee Gnade zu fordern. Sie lodern vor Hass und Rachsucht. Das Land der Faschisten muss zur Wüste werden“, hieß es da. Oder: „Groß und brennend ist unser Hass. Diesmal werden wir das deutsche Gezücht endgültig zerschlagen.“

Nichtsdestotrotz antwortete die CDU-Chefin in einem Interview mit der Zeit, Nr. 1 6/2005, auf die Frage, ob der 8. Mai 1945 ein Tag der Niederlage oder der Befreiung gewesen sei: „Richard von Weizsäcker hat das seinerzeit ganz richtig gesagt. Es war ein Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, und zwar für alle . . . Zu denen, die uns vom Nationalsozialismus befreit haben, gehörte eben auch unbestreitbar die Sowjetunion.“ Angela Merkel lässt diese Ehre einer Macht zuteilwerden, an deren Spitze ein Gulag- und Genickschussdiktator stand, auf dessen Kerbholz Abermillionen Morde gingen.

Ins Bild von der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken als „Befreiermacht“ will ebenso wenig passen, dass schon wenige Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges eine gewaltige westliche Militärallianz unter Beteiligung der Bundesdeutschen gebildet wurde, um diese UdSSR in Schach zu halten und zurückzudrängen.

Die „Philosophie“ der von Frau Merkel so bewunderten Nato bestand über Jahrzehnte in kaum etwas anderem als in der Beschwörung der Gefahr durch die Sowjetunion sozusagen als „Schurkenstaat“ und „Macht des Bösen“. Und noch heute, lange nach dem Niedersturz der kommunistischen Herrschaft im Reich Moskaus, propagiert die Nato Misstrauen gegen Russland auch wegen der sowjetimperialistischen Vergangenheit.

Die Herkunft der mütterlichen Familie Angela Merkels aus Elbing erregte im Frühherbst 2005 das Interesse polnischer Medien, die Berichte darüber veröffentlichten.

Am 16. Oktober 2005 ging auch die Berliner BZ auf Frau Merkels Familienwurzeln im „polnischen Elblag“ ein, wobei die offenbar von wenig Kompetenz beleckten Redakteure, die zur Recherche direkt vor Ort gewesen sein wollten, die Großstadt am Frischen Haff als „Masurenstädtchen“ bezeichneten und Elbing damit absurderweise in eine weitentfernte südostpreußische Landschaft, Masuren, verlegten.

Authentisch aber klangen zumindest die von der BZ wiedergegebenen An- und Absichten des polnischen Stadtoberhauptes von Elbing, Henryk Slonina. Das Blatt schrieb: „Angela Merkel ist Elblags große Hoffnung. Der Bürgermeister will demnächst an Ur-Opas Wohnhaus eine Gedenktafel anschlagen. Slonina: ,Durch Angela Merkel kann Elblag europaweit bekannt werden. Sie kann helfen, dass sich hier neue Betriebe ansiedeln. Wir brauchen dringend Arbeitsplätze. Denn 39 % sind ohne Job.'“

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Kapitel 4 „Da kommt das Slawische in mir durch“ erscheint am Mittwoch den 18.07.18

Vorangegangene Folgen: Vorwort, Kapitel 1, Kapitel 2,

 

Während SoundOffice noch ein paar Tage Sommerpause benötigt, um sich zu erholen und liegengebliebene Arbeiten nachzuholen, gibt es zum Übergang eine tägliche Folge aus dem Buch „Wem dient Merkel wirklich?“ von David Korn.

Hinweis: Der Originaltext wurde vom Stammkommentator „Stahlfront“ aus einem PDF-Dokument formatiert und modifiziert, indem Zahlen in Arabisch und nicht in Worte geschrieben wurden. Eingefügte Erklärungen sind mit Sternchen gekennzeichnet.

Informationen zum Buch: Wem dient Merkel wirklich? – von David Korn. ISBN 3-924309-76-0 by FZ-Verlag GmbH, 81238 München.

Ein Kommentar zu „„Wurzeln in Westpreußen“

  1. Ach ja, daß mit der Befreiung war natürlich ein recht geschickter propagandistischer Schachzug unserer Feinde, und war nur für die Vasallen bestimmt, welche dies halt so zu sehen haben, denn alle, aber wirklich auch alle sonstigen Statements unserer „Befreier“ besagen genau das Gegenteil.

    Zudem hat man mit diesem Ammenmärchen (Befreiung vom Nationalsozialismus) die unterworfene Nation bewußt gespalten, in die Anhänger und Gegner des Nationalsozialismus, einfach clever, nicht wahr ???
    .
    .
    Und auch hier wieder einige Zitate für unsere jüngeren Leser:

    „Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde„.

    Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der „Bekennenden Kirche“ im „Widerstand“
    .
    „Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt„

    Mitteilung an einen Beauftragten des deutschen „Widerstandes“ während des Krieges (vgl. Kleist, Peter „Auch du warst dabei“, Heidelberg, 1952, S. 370 und Emrys Hughes, Winston Churchill – His Career in War and Peace, S. 145)
    .
    „Wir machten aus Hitler ein Monstrum, einen Teufel. Deshalb konnten wir nach dem Krieg auch nicht mehr davon abrücken. Hatten wir doch die Massen gegen den Teufel persönlich mobilisiert. Also waren wir nach dem Krieg gezwungen, in diesem Teufelsszenario mitzuspielen. Wir hätten unmöglich unseren Menschen klarmachen können, daß der Krieg eigentlich nur eine wirtschaftliche Präventivmaßnahme war.„

    US-Außenminister Baker, 1992 (vgl. „Der Spiegel, 13, 1992). Anmerkung der Redaktion: ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass das Zitat in der genannten Spiegel- Ausgabe nicht vorkommt. Daher sind wir nicht sicher, ob das Zitat echt ist.

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