Hintergrundwissen · Mythos Merkel · Politik

„Zwei getrennte Deutschlands bevorzugt“

(Fortsetzungsreihe: Wem dient Merkel wirklich, Kapitel 11 „Zwei getrennte Deutschlands bevorzugt“, präsentiert von „Stahlfront“) „Zwei getrennte Deutschlands bevorzugt“: Zur Eröffnung des „Lesertreffens der Weißenseer Blätter“, 7. Mai 1994, verkündete Genossin Müller-Streisand: „Wir hatten vor der Konterrevolution vergeblich zu warnen versucht . . . Uns ging es darum, zu verhindern, dass aus der Kirche eine konterrevolutionäre Partei würde.“

Der SED/PDS warf sie bei dieser Gelegenheit Kapitulantentum vor. „In der Konterrevolution überrascht hat uns allerdings das kampflose Aufgeben der Partei, die eigentlich nicht zur Kapitulation berufen gewesen wäre, sondern zur Führung auch dann noch, als die Sowjetunion die DDR verkauft und — wenn auch nicht sofort —geliefert hatte.“

Über die Zustände in der DDR sagte die WAK-Ideologin mit viel Euphemismus und Chuzpe: „Gewiss, es hat Dummheiten gegeben, vielleicht sogar mehr als andernorts, es hat Gesetzesverstöße gegeben, sicher nicht mehr als andernorts. Und es hat Fälle von Korruption gegeben, ganz bestimmt weit weniger als andernorts, wo man dekretiert hat, dass die DDR ein ‚Unrechtsstaat‘ gewesen sei.“

Abschließend rief Müller-Streisand den WAK-Getreuen zu: „Reue und Schuldbekenntnis forderten die Feinde des Sozialismus und Kapitulanten . . . Wir wollten unseren Teil dazu beitragen, dass Kommunisten wieder Mut, Selbstvertrauen, Kampfeswillen gewönnen . . . Wir wussten ja noch aus der Nazizeit, dass ein ganzes Volk besoffen sein kann . . . Wir scheinen, soweit wir sehen, die einzigen zu sein, die so etwas wie eine ‚linke Orthodoxie‘ vertreten.“

Müller-Streisand bekannte sich in ihrer Rede überdies zu einer „Roten Hilfe im geistlichen und geistigen Sinn“.

Bezeichnenderweise gehörte auch Margot Honecker, die SED-Ministerin und Gattin des Oberhauptes des Mauermord- und Stasisystems, zu den Autoren des WAK-Organs. Und wohl noch symptomatischer ist, was die Knall-rote „ junge welt“ am 11. August 2003 in Würdigung von Müller-Streisand (Anlass war der 80. Geburtstag der im Artikel als „prinzipientreu der marxistischen Dialektik verbunden“ charakterisierten Genossin) vom Stapel ließ: „Wo es um wissenschaftliche Wahrheit und um Verantwortung für die Gerechtigkeit geht, lässt sie sich von gängigen Nostalgievorwürfen nicht anfechten. In ihrem Einsatz für den Sozialismus und die DDR kann sie Walter Ulbricht unbefangen und ehrerbietig, auch im Blick auf den Lebenslauf ihrer Zeitgenossen, ,unseren Lehrer‘ nennen.“

Angela Merkels Vater aber, langjährig zusammen mit Hanfried Müller und Rosemarie Müller-Streisand im WAK, schloss sich in der DDR-Untergangsphase dem „Neuen Forum“ an. Dieser Gruppierung ging zu nächst der Ruf voraus, dass sie zur stärksten Kraft in der Wende-DDR werden könne. Sie trat mit anderen Vereinigungen zur Volkskammerwahl im März 1990 als „Bündnis 90″ an, welches bei nur 2, 9 % landete. Zur Niederlage hatte das deutliche Nein des „Neuen Forum“ zur Wiedervereinigung maßgeblich beigetragen. „Die meisten bestimmenden Akteure gingen von der Zweistaatlichkeit Deutschlands aus. ‚Wiedervereinigung‘ war für sie kein Thema.“ („Wikipedia-Enzyklopädie“, Stichwort „Neues Forum“).

Laut „International Herald Tribune“ vom 6. September 2005 hätte Horst Kasner nach dem Mauerfall 1989 zwei getrennte Deutschlands bevorzugt: „preferred to have two separate Germanys“.* Weiter äußerte er gegenüber dem Blatt: „I wanted a democratic East Germany. But the people wanted the deutsche mark.“ Er habe ein demokratisches Ostdeutschland gewollt, das Volk jedoch die Deutsche Mark. Kasner ließ 1990 rasch wieder die Finger von der Parteipolitik.

Das „Bündnis 90″ fusionierte 1993 größtenteils mit den westdeutschen Grünen.

Marcus Kasner, Angela Merkels Bruder, heute Software-Ingenieur eines Telekommunikations-Unternehmens in Darmstadt und Privatdozent für Physik an der Universität Magdeburg, machte bis zu diesem Zusammenschluss von 1993 beim „Bündnis 90″ mit, ist seither aber parteibuchabstinent geblieben.

Herlind Kasner wiederum, Angela Merkels Mutter, wirkte nach der Wende bis 1999 als SPD-Abgeordnete des uckermärkischen Kreistages in Prenzlau, wo sie anfangs als Parlamentsvorsteherin fungierte.

Professor Michael Wolffsohn schreibt in seinem 1995 erschienenen Buch „Die Deutschlandakte“: „Immer wenn Gysi und die Seinen sich in der Defensive befanden, entdeckten sie ihr ansonsten nie praktiziertes Judentum.“ Wolffsohn weist nach, daß Gysi kurz vor dem Untergang der DDR verzweifelt versuchte, international mächtige jüdische Persönlichkeiten und Organisationen, insbesondere den Jüdischen Weltkongreß, zu mobilisieren, um die deutsche Wiedervereinigung zu sabotieren*.[3]

[3] David Korn: Wer ist wer im Judentum? – FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9

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Kapitel 12 „Den Staat zur Beute gemacht” erscheint am Donnerstag den 26.07.18

Vorangegangene Folgen: VorwortKapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7,  Kapitel 8Kapitel 9, Kapitel 10

 

Hinweis: Der Originaltext wurde vom Stammkommentator „Stahlfront“ aus einem PDF-Dokument formatiert und modifiziert, indem Zahlen in Arabisch und nicht in Worte geschrieben wurden. Eingefügte Erklärungen sind mit Sternchen gekennzeichnet.

Informationen zum Buch: Wem dient Merkel wirklich? – von David Korn. ISBN 3-924309-76-0 by FZ-Verlag GmbH, 81238 München.

2 Kommentare zu „„Zwei getrennte Deutschlands bevorzugt“

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