Hintergrundwissen · Mythos Merkel · Politik

Mit der Stasi in Büro und Hausflur

(Fortsetzungsreihe: Wem dient Merkel wirklich, Kapitel 18 „Mit der Stasi in Büro und Hausflur“, präsentiert von „Stahlfront“) „Mit der Stasi in Büro und Hausflur“:

Im Physikalischen Zentralinstitut der Akademie der Wissenschaften arbeitete Angela Merkel Schreibtisch an Schreibtisch mit Frank Schneider, der auf den Spitznamen „Schnaffi“ hörte und sich später als langjähriger Zuträger des Ministeriums für Staatssicherheit entpuppte (IM „Bachmann“).

Merkel-Biographin Boysen: „,Schnaffi‘ berichtete seinem Führungsoffizier, dass die Kollegin Merkel eine ,saubere politische Haltung‘ vertrete. Sie wäre nach ihren eigenen Aussagen weniger von ihrem kirchlichen Elternhaus geprägt als vielmehr durch Schule und Studium, würde sich Argumenten zugänglich zeigen und offen ihre Meinung sagen. Haltung und Handlungen — so die Beobachtung des IM — stimmten bei ihr überein.“

IM Bachmann alias Schneider alias Schnaffi schnüffelte bis in den Intimbereich der Auszuforschenden hinein. Er gab bei der Stasi u. a. von ihm registrierte „mehrere Liebschaften“ zu Protokoll und dass er gelegentlich einen der Liebhaber nur im Bademantel bekleidet in der Wohnung seines Ausspähungsopfers vorgefunden habe. Zugleich betonte er, dass Angela Merkel über eine „politisch positive Grundeinstellung“ verfüge.

Engagement nie so weit trieb, dass auch nur ein Hauch einer wirklichen Opposition spürbar gewesen wäre“, so lässt sich jedenfalls ziemlich sicher sagen, dass die Stasi tatsächlich keinen Hauch verspürte.

In diesem Zusammenhang bleibt nachzutragen, dass Angela Merkel 1992 von einem Stasi-Anwerbeversuch berichtete, der sich 1978 abgespielt habe. Geschehen sei es, als sie sich um eine Forschungsstelle an der Hochschule in Ilmenau beworben habe. Zwei Agenten des MfS hätten sie in einem Treppenhaus der Hochschule eine halbe Stunde lang bedrängt. Sie aber habe das Duo abblitzen lassen und schließlich mit der Drohung vertrieben, dass sie den Versuch, sie als Spitzel zu keilen, an die große Glocke hängen werde.

Jacqueline Boysen schreibt dazu in ihrer Merkel-Biographie von 2005: „,Bild‘ und ,BZ‘ schmückten die Details zu diesem Anwerbungsversuch der Stasi weidlich aus: Scheinwerfer hätten die gnadenlosen Offiziere auf Angela Merkel gerichtet — ein für Anwerbungsversuche im Treppenhaus einer Hochschule wohl doch eher untypisches Szenario. In den Akten der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit wiederum, wo ein solcher Vorgang üblicherweise Spuren hinterlassen hätte, finden sich darauf bislang keine Hinweise.“

Recherche ist hier übrigens besonders schwierig: „Angela Merkel lässt keinen Einblick in die Stasi-Unterlagen zu.“ (Langguth).*

Matthias Krauß, der politisch links angesiedelte Biograph von Angela Merkel, macht sich wegen ihrer Westreise 1986 einige Gedanken: „Mit 32 durfte Angela Merkel zur Hochzeit ihrer Cousine nach Hamburg. Obwohl solche Reisen viel öfter stattgefunden haben, als man heute gemeinhin annimmt — eines jedenfalls war nicht alltäglich: Dass eine junge, geschiedene und kinderlose Ostberliner Akademiewissenschaftlerin mit kirchlichem Elternhaus 1986 beinahe mir nichts dir nichts nach Hamburg fuhr. Nicht zum Bruder oder zu den Eltern. Nicht zum Onkel oder zu den Großeltern. Nein, zu Verwandten 3. Grades, wie das damals hieß. Zu diesem ungeheuren Vertrauensbeweis kann man ihr im Nachhinein nur noch gratulieren. Und Angela Merkel hat das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht“

Übrigens weilte Angela Merkel wenige Tage vor dem Mauerfall 1989 erneut in Hamburg, diesmal zum 85. Geburtstag ihrer Großtante Emilie („Tante Emmy“).

Einfügungen:

*Was wiederum vollkommen unverständlich ist, denn wenn sie so eine kämpferische und aktive Widerständlerin bzw. Oppositionelle gewesen wäre, dann konnte dies doch nirgendwo besser dokumentiert worden sein, wie in den Stasiunterlagen der Frau Merkel. Zudem spricht ihre praktische (mit all den Vorzügen und Privilegien gespickte) Vita, sachlich dagegen, oder glaubt hier irgendjemand in diesem Forum, dass Widerstand mit wohlfeilen Pfründen honoriert wurde.

Dies sind doch sehr verräterische Verhaltensmuster, … – z. B. wurde behauptet, daß ein Flugzeug ins Pentagon geflogen sei, gegenüber von dieser Gebäudeseite befand sich eine Kamera an einer Tankstelle und eine weiter Kamera an einem Hotel – es wäre doch nun das Einfachste und zudem logischste von der Welt gewesen, diese Aufnahmen zu präsentieren, aber was geschah stattdessen, Geheimdienstleute haben die Aufnahmen eingezogen und sie sind nie wiederaufgetaucht. Solche Verhaltensmuster sind zumindest absurd und genau diese Absurdität gilt es in solchen „Fällen“ zu erkennen und aufzudecken.

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Kapitel 19 Moskauer Nächte / California Dreamin‘ erscheint am Mittwoch den 08.08.18

Vorangegangene Folgen: VorwortKapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7,  Kapitel 8Kapitel 9Kapitel 10Kapitel 11Kapitel 12Kapitel 13Kapitel 14Kapitel 15Kapitel 16, Kapitel 17

Hinweis: Der Originaltext wurde vom Stammkommentator „Stahlfront“ aus einem PDF-Dokument formatiert und modifiziert, indem Zahlen in Arabisch und nicht in Worte geschrieben wurden. Eingefügte Erklärungen sind mit Sternchen gekennzeichnet. Danke für die Arbeit.

Informationen zum Buch: Wem dient Merkel wirklich? – von David Korn. ISBN 3-924309-76-0 by FZ-Verlag GmbH, 81238 München.

2 Kommentare zu „Mit der Stasi in Büro und Hausflur

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