Überfremdung · Feuilleton · Politik · Widerstand

Das Hölderlin-Lied

„So kam ich unter die Deutschen“

In diesem Lande leben wir wie Fremdlinge im eigenen Haus. Die eigne Sprache, wie sie uns entgegenschlägt, verstehn wir nicht – noch verstehen was wir sagen, die unsre Sprache sprechen.

In diesem Lande leben wir wie Fremdlinge.

In diesem Lande leben wir wie Fremdlinge im eigenen Haus. Durch die zugenagelten Fenster dringt nichts, nichts wie gut das ist, wenn draußen regnet noch des Windes übertriebene Nachricht vom Sturm.

In diesem Lande leben wir wie Fremdlinge im eigenen Haus.

Ausgebrannt sind die Öfen der Revolution, früherer Feuer Asche liegt uns auf den Lippen kälter, immer kältre Kälten sinken in uns.

Über uns ist hereingebrochen: solcher Friede, solcher Friede, solcher Friede!

(Wolf Biermann)

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3 Kommentare zu „Das Hölderlin-Lied

  1. Ich muß da mal was loswerden!
    Gestern hatte ich eine Unterhaltung mit einem nahen Verwandten. Als ich beiläufig erwähnte, dass ich Pfefferspray in meiner Tasche habe, fing er an zu lachen und fragte mich, wozu ich das bräuchte. Ich erklärte ihm, dass das wegen der vielen Migranten sei, weil ja schließlich nicht nur „liebe Menschen“ kommen. Er fing an mich auszulachen und sagte: “ Bist du auch so Eine?“ Ich habe nicht nachgefragt, wie er das meinte, weil ich mir das schon denken konnte. Daraufhin sagte ich ihm, dass ich keine Lust habe mich vergewaltigen oder begrapschen zu lassen. Es gäbe ja schließlich genug Berichte über Opfer im Land. Da fing er wieder an zu lachen und meinte, dass das ja alles gar nicht stimmen würde. Daraufhin habe ich das Thema sofort abgebrochen.

    Dieser Verwandte ist mein Bruder (63), selbstständig und intelligent, aber er ist trotzdem MSM Leser und seine Frau ist in der Flüchtlingshilfe tätig.

    Ich bin sprachlos.

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    1. Tja, meine liebe Angsthase,
      da werden wir mit leben müssen?!
      Was quer durch die Gesellschaft geht, geht auch mitten durch die Familien.
      Blutsbande schützen da auch nicht vor!

      Eine gewisse Grundintelligenz ist sicherlich von Nöten, um Erkennen zu können, allein, sie verpflichtet zu nichts! 😉

      Es sind gerade die Intelligenten, Gebildeten, die sich gar keine Gedanken machen, was vor sich geht. Ich denke, sie können nicht anders? In Ihnen „weht halt ein anderer Geist“ und der bestimmt ihr Denken. Da helfen Argumente auch nicht weiter. Wo keine Empathie oder Betroffenheit ist, kann sich nichts verändern …

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      1. Jürgen, zum Glück ist das in meiner eigenen Familie nicht so. Und auf die konzentriere ich mich. Und ja, ich werde damit leben müssen, dass mein Bruder ins eigene Verderben läuft. Ich habe eigentlich immer etwas zu ihm aufgeschaut, aber das hat sich jetzt erledigt. Jeder ist seines Glückes Schmied.

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